Meine Schreibwerkzeuge

Häufig werde ich gefragt, welche Programme ich in meinem Arbeitsalltag benutze und heute wollte ich einige dieser Werkzeuge mit euch teilen. Zu Beginn sei gesagt, dass man nicht auf besondere Programme angewiesen ist. Angefangen habe ich mit Collegeblöcken, in die ich meine Geschichten zu Beginn gekritzelt habe, gefolgt von vielen Notizbüchern, bis ich irgendwann meinen ersten eigenen Laptop hatte und in Word geschrieben habe. Erst viel später habe ich Programme und Hilfsmittel entdeckt, die ich heutzutage auf verschiedene Art und Weise benutze.

Notizbücher

Meine ersten Ideen, Dialog-Fetzen und Szenen schreibe ich in der Regel in Notizbücher oder – wenn ich gerade keines parat habe – in die Notizen-App meines Handys. Wenn ich eine Idee habe, muss ich sie sofort aufschreiben. Manche Ideen sind lauter als andere, was nicht bedeutet, dass die leisen Ideen schlecht sind. Manchmal müssen sie in Notizbüchern ein bisschen wachsen, bis sie groß genug sind, um ausführlich ausgearbeitet zu werden. Deshalb notiere ich zunächst jede Idee, ganz gleich, wie klein sie im ersten Moment auch erscheint.

Pinterest

Bei der Ideenfindung habe ich manchmal nur eine ganz bestimmte Stimmung im Kopf. Um diese visuell festzuhalten, erstelle ich eine Pinnwand auf Pinterest. Auf dieser pinne ich Bilder, die vom Gefühl her zur angestrebten Stimmung des Projektes passen. Hierbei gehe ich sehr offen vor und pinne zunächst alles, was mich an die Charaktere, das Setting und den Plot erinnert. Erst, wenn ich eine gewisse Anzahl von Bildern habe, und einen Überblick über alles bekomme, entscheide ich, welche Bilder bleiben dürfen. Oft bleibt nach dem Aussortieren die Essenz der visuellen Stimmung der Geschichte übrig und damit kann ich in der Regel gut weiterarbeiten.

Scapple

Scapple ist ein Programm, das ich noch nicht allzu lange verwende, sich aber jetzt schon bewährt hat. Dabei handelt es sich um eine Art virtuelles Blatt Papier, auf dem man Notizen nach Belieben hin- und herschieben und miteinander verbinden kann. Das kann sehr praktisch sein, wenn man einen Plot mit diversen Handlungssträngen ausarbeitet.

Scrivener

Scrivener ist ein Textverarbeitungsprogramm, mit dem man Notizen, Recherche, Plot und das Manuskript in einer Datei verwalten kann. Die Macher von Scrivener beschreiben es auf ihrer Website unter anderem so: For writing. And writing. And writing. Diese Beschreibung ist sehr zutreffend, weil man mit dem Programm jegliche Arten von Texten bearbeiten kann. Bei Scrivener habe ich links einen Überblick über alle Kapitel, in der Mitte befindet sich mein Text und auf der rechten Seite findet sich eine kurze Zusammenfassung des Kapitels. Außerdem lege ich verschiedene Kategorien an und klassifiziere meine Kapitel nach Wochentagen und Monaten, damit ich im Gesamtentwurf eine stimmige Timeline habe. Außerdem kann man bei Scrivener Entwurfziele angeben, eine Frist, zu wann das Projekt fertig sein soll, und die Wochentage, an denen man arbeiten kann – dann rechnet das Programm eine Wortanzahl aus, die man an den jeweiligen Tagen schreiben muss, um das angepeilte Ziel zu erreichen.

Pacemaker

Diese Website ist nützlich, wenn man sich einen Schreibplan erstellen möchte. Bei Pacemaker gibt es die Möglichkeit, eine Frist sowie eine Wortanzahl für verschiedene Schreibprojekte (Roman, Blogpost, Abschlussarbeit, etc.) festzulegen. Bei der Erstellung bestimmt man, an welchen Wochentagen man schreiben kann und ob man an jeweiligen Tagen mehr, weniger oder auch gar nicht schreiben möchte. Für eine langfristige Planung, bei der man Krankheits-, Reise- oder freie Tage einplant, ist das eine hilfreiche Stütze, die man flexibel an den Alltag anpassen kann.

Word

Meine ersten Romane habe ich ausnahmslos mit Word geschrieben und auch Lektorate bearbeite ich immer noch mit dem Programm. Darüber hinaus schicke ich Testlesern die Kapitel stets als Worddatei, damit sie Kommentare hinterlassen und Änderungen am Text mit der Änderungen-nachverfolgen-Funktion vornehmen können.

Das wären alle Programme, die ich zurzeit benutze. Schreibt gerne in die Kommentare, was ihr für euren Schreiballtag verwendet!